Genetik und Epigenetik

Was wird alles vererbt?

 

Wir stehen am Anfang einer Zeit in der mehr und mehr Gene genauen Merkmalen zugeordnet werden können. Die Wissenschaftler verstehen dabei noch lange nicht alles, vor allem wenn es sich um komplexe Genkaskaden wie z.B. der Intelligenz handelt.

Das Pendel der alten Anlage-/Umwelt-  bzw. nature/nurture-Diskussion wie es im Englischen heißt, schlägt aktuell in Richtung Genetik aus.

Intelligenz wird zu 50-80% vererbt.

Unter Intelligenz versteht man logisches Denken, Sprachverständnis, Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit und räumliches Denken.

 

Im Kindesalter kann durch optimale Förderung  der IQ erhöht werden.

Im Erwachsenenalter pendelt sich der IQ auf das genetisch mitbedingte Niveau ein. Ein möglicher Vorsprung aus der Kindheit verliert sich wieder.

Intelligenz ist multigenetisch. Geschätzte 4-7% aller beteiligten Genkomplexe sind bisher bekannt.

Augenfarbe:  Die dunkle Augenfarbe wird dominant vererbt.

Tragen aber z.B. beide Eltern rezessiv die Gene für eine helle Augenfarbe in sich, dann treffen sich diese mit 25%-iger Wahrscheinlichkeit und die Augenfarbe des Kindes wird hell.

 

Haarfarbe: dunkel und rot sind dominant gegenüber hellen Haarfarben.

Mischen sich die Haarfarben der Eltern, entsteht hellbraun und aschblond

Locken vererben sich zu 90%.

 

Der Körperbau ist erblich.

 

 

Erkrankungen mit genetischem Anteil sind u.a. Bluthockdruck, koronare Herzerkrankung, Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, bestimmte Krebsarten und Arthritis.

 

Auch seltene neurologische Erkrankungen und seltene Organerkrankungen gehören dazu.

 

Mit dem sog. NGS Multipanel (next generation sequencing) können heute einige unerklärte Syndrome genetisch zugeordnet werden.

 

 

Temperament, Ängstlichkeit, Verträglichkeit und Aggressivität haben genetische Faktoren. Die Affektregulation – der Umgang des einzelnen Menschen mit seinem Temperament – ist Erziehung.

 

Schizophrenie hat nach Studien mit getrennt aufwachsenden, eineiigen Zwillingen einen 50%-igen Erbanteil. Die Krankheit ist jedoch selten.

 

Auch Sprachtalent bzw. später Spracherwerb (late talkers) hat genetische Mitursachen.

Intelligenz

 

 

 

 

Äußere Merkmale

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesundheitliche Dispositionen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Persönlichkeit

Vgl.

Dieter E. Zimmer, Ist Intelligenz erblich? (2012)

Martin Moder, Genpoolparty (2019)

Die Zeit, Nr. 43 / 2018

Die Zeit, Nr. 14/2019

„Eltern“, Ausgabe?, ca. 2017

Keine Miniversion von einem selbst

 

 

Jedes Kind ist einzigartig.

Jedes Kind ist eine Wundertüte.