Klinikangebote-Garantiemodelle

 

Die Konkurrenz der Kinderwunschzentren ist vor allem in Ländern mit anonymer Eizellspende groß.

Patientenpaare sind preissensibel, auch wenn die Kosten der Behandlung nicht das Kriterium Nummer eins sind.

Wie sind die Programme zu lesen?

Angebot

 

Basispaket

Vier d3-Embryonen

 

Programm garantiert die Übertragung von maximal zwei Embryonen

 

 

 

Paket mit Garantie auf

drei oder vier Blastozysten

 

Garantie auf fünf Blastozysten

 

 

Garantieprogramm von sechs Eizellen und zwei gesunden Embryonen.

Sind Transfer 1 und 2 nicht erfolgreich, ist der dritte Transfer gratis.

 

Garantieprogramm

Lebendgeburt oder Geld zurück

Interpretation und offene Fragen

 

Wenig aussagekräftig! 

Am Tag 3 schauen die meisten Embryonen noch gut aus. Wenn sie in der Entwicklung stehenbleiben dann meist ab Tag 4.

 

Ein schlechtes Programm!

Es sagt nichts über die Qualität des Embryos aus. Dieses Programm erlaubt den Transfer auch von weniger schönen bzw. nicht zeitgerecht entwickelten Embryonen. An dieser Stelle sollte das Wort Blastozyste statt Embryo stehen.

 

Seriös. Beinhaltet eine klar definierte Embryonenqualität. 

Entstehen aus der Spende keine vier Embryonen, taut die Klinik weitere Eizellen aus ihrer Eizellbank auf. Diese stammen dann naturgemäß von einer zweiten Spenderin.

 

 

Beinhaltet eine klar definierte Embryonenqualität.

Sogenanntes „Geschwisterkind“-Programm: Bei fünf Blastozysten besteht eine gute Chance auf zwei Kinder.

 

Dafür werden oft „proven“ (erprobte) Spenderinnen genommen von denen die Klinik weiß, dass sie viele Blastozysten entwickeln.

 

Embryonenqualität unklar.

Zeitgerecht entwickelte Embryonen Tag …. sollte dort stehen. 

Nur mit Glück entwickeln sich bei sechs Eizellen drei Blastozysten. Der Transfer erfolgt vermutlich am Tag 3 da an diesem Tag noch die meisten Embryonen gut ausschauen. Intransparent und wenig aussagefähig.

 

Kostet 22.000 – 30.000 € je nach Klink in Europa.

Ausschlusskriterien sind oft ein stark eingeschränktes Spermiogramm, Schleimhautprobleme u.a. Wie viele Spenderinnen und Eizellen beinhaltet dieses Programm? Durchschnittliche Eizellspendenpaare brauchen zu 90-95% keine drei Spenderinnen mit all ihren Eizellen.

 

Problemfälle an Empfängerpaaren werden ausgeschlossen (z.B. Paare mit sehr schlechtem Spermiogramm, unzureichendem Schleimhautaufbau, Myomen etc.

Was denken deutsche IVF-Ärzte über die Zusatzleistungen?

Assisted hatching (Schlüpfhilfe)

 

 

Glue (Embryokleber)

 

PICSI

 

Verlängerte Kultur bis Tag 5

 

Time-Lapse

Markenname u.a. Embryoscope

(„Foto-Inkubator“ zur Auswahl der besten Embryonen)

Braucht nur die ältere Eizelle mit harter zona pellucida (Außenhülle). Doch nicht bei Eizellspende!

 

Doch nicht bei jungen Eizellen!

Gibt es schon zwanzig Jahre und hat sich nicht durchgesetzt.

 

Nur bei absolut grenzwertigem Spermiogramm!

Nicht beim Durchschnitts-ICSI-Mann. Da sieht man die vitalen Spermien mit dem bloßen Auge.

 

Ist internationaler Standard.

Frech von der Klinik, dass eigens zu berechnen.

 

Vorteilhaft für ältere Patientinnen mit eigenen Eizellzellen.

War einmal ein großer Hoffnungsträger. Mittlerweile zeigen Studien, dass sich bei jüngeren Patientinnen / Eizellen die Schwangerschaftsrate nicht erhöht.

Aber immer zu bedenken: Manch deutscher IVF-Arzt muss in seinem Kinderwunschzentrum diese Zusatzleistungen ebenfalls verkaufen.