Risiken

„…Die Risiken für Bluthochdruck, Präeklamsie, geringes Geburtsgewicht, Frühgeburt, Kaiserschnitt und Blutungen nach der Geburt sind bei Eizellspenden verglichen mit IVF- oder Spontanschwangerschaften erhöht...“

„ …Weil einige Risiken von Schwangerschaften nach einer Eizellspende, wie z.B. Bluthochdruck und Blutungen nach der Geburt von Mehrlingen erhöht sind, soll ein Single Embryo Transfer (SET) empfohlen werden…“

„...Die Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln ist bei Eizellspende nicht erhöht...“

„…Die Risiken für Bluthochdruck, Präeklamsie, geringes Geburtsgewicht, Frühgeburt, Kaiserschnitt und Blutungen nach der Geburt sind bei Eizellspenden verglichen mit IVF- oder Spontanschwangerschaften erhöht...“

„ …Weil einige Risiken von Schwangerschaften nach einer Eizellspende, wie z.B. Bluthochdruck und Blutungen nach der Geburt von Mehrlingen erhöht sind, soll ein Single Embryo Transfer (SET) empfohlen werden…“

„...Die Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln ist bei Eizellspende nicht erhöht...“

So fasst eine der größten Metaanalysen aus dem Jahr 2016 die Risiken einer Eizellspendenschwangerschaft zusammen 1*)                                                                                                                        

In der Studie wurden 21 Einzelstudien mit 11.000 Schwangerschaften nach Eizellspende, 118.000 IVF/ICSI Schwangerschaften und 1 Million Spontanschwangerschaften ausgewertet.

 

Frühgeburt wird dabei als Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche definiert und von Bluthochdruck spricht man bei Werten über 140/90.

 

Die unten genannten Risiken und Komplikationen sind nach einer Eizellspende durchschnittlich um das zwei- bis dreifache erhöht.

 

Folgende Häufigkeiten pro 100 Schwangere wurden in den 21 Einzelstudien herausgefunden:

 

 

Präeklamsie

Bluthochdruck

Kaiserschnitt (Einling)

Frühgeburt (Einling)

Eizellspende

9,3 – 16,9%

13,0 -39,3%

31,4 – 81,0%

10,0 – 24,3 %

Homologer IVF / ICSI

3,2 – 11,5 %

1,9 – 23,3%

25,3 – 56,0 %

13,3 – 13,4 %

Spontankonzeption

2,4 – 3,8%

2,1 – 3,8%

16,3 – 17,5 %

4,4 – 5,0%

 

Für den Laien ist überraschend, dass sich die 21 Einzelstudien untereinander sehr in ihrer Spannbreite unterscheiden.

 

Bei Zwillingsschwangerschaften nach Eizellspende steigen die Komplikationen signifikant: Bluthochdruck wird in 23,8 – 62,5 % aller Fälle und Präeklamsie in 15,8 – 45,8 % aller Fälle dokumentiert.

 

Diese weltweit größte Metaanalyse von Schwangerschaften nach Eizellspende gibt Kinderwunschpaaren ein umfangreiches Datenmaterial an die Hand.

Die Anschlussfragen für Kinderwunschpaare lauten daher:

  • Welches Risiko sind wir bereit einzugehen?

  • Wie sind auftretende Probleme medizinisch in Griff zu bekommen?

  • Wie oft tritt wirklich eine sehr schwere Komplikation ein (HELLP Syndrom, Geburt vor der 28. SSW)?

Diese sollten Sie im Vorfeld mit den Medizinern Ihres Vertrauens diskutieren. Sehr schwere Verläufe und Komplikationen sind zum Glück selten.

Bei der Kaiserschnittrate vermuten auch die Autoren der o.g. dänischen Studie eine hohe Anzahl an Wunschkaiserschnitten.

Nichtsdestotrotz wäre es keine gute Idee, den die Schwangerschaft betreuenden Gynäkologen und den Pränatalmediziner nicht über eine erfolgte Eizellspende zu informieren. Nur wenn die Mediziner Bescheid wissen, können sie verlässlich erweiterte Risikoprofile und einen engmaschigen spezifischern und notwendigen Überwachungsbedarf ausmachen.

Gut für Sie zu wissen ist auch, dass in Deutschland ab dem Zeitpunkt des positiven Schwangerschaftstests Ihre Ärzte und Beraterinnen juristisch „safe“ sind. Juristische Gradwanderungen gibt es für diese Berufsgruppen nur vor und während der Eizellspendenbehandlung.

In einer weiteren Veröffentlichung zu ihrer großen Metaanalyse meinen die o.g. dänischen Autoren „….Die Empfehlungen sollten Single Embryo Transfer beinhalten und Betreuung in einer hochspezialisierten Unit vor und während der Geburt“ (Storgaard, Pinborg, 2017).

„Die wahre Qualität eines Kinderwunschzentrums zeigt sich nicht in der Schwangerschaftsrate als solcher, sondern in der Schwangerschaftsrate in Relation zur durchschnittlichen Anzahl der transferierten Embryonen. Eine hohe Schwangerschaftsrate darf nicht mit einer hohen Zwillingsrate „erkauft“ werden.“ – Christine Büchl